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Mein Piñata
Totoro

Kennt ihr Studio Ghibli? Wenn nicht, gibt es hier auf jeden Fall Nachholbedarf, denn die japanischen Animes wie „Prinzessin Mononoke“ oder „Chihiros Reise ins Zauberland“ sind einfach nur toll!  Ich könnte mich gar nicht entscheiden, welcher jetzt mein Lieblings-Ghibli-Film ist. Allerdings habe ich einen Lieblingscharakter: Totoro aus dem Film „mein Nachbar Totoro“. Die dicke Katze ist so herzallerliebst, dass sie als Siebdruck oder Linoleumdruck schon öfter den Weg in meine Bastelkammer gefunden hat. Diesmal habe ich allerdings einen Piñata gebastelt. Er ist bis obenhin mit Süßigkeiten gefüllt und ich habe mich beim Basteln schon darauf gefreut, den Piñata zu verkloppen, um an die Leckereien zu kommen. Als er dann aber fertig war und mich so lieb anschaute, verging mir der Appetit auf Süßes sofort.  Den lieben Totoro kann ich doch nicht mit dem Stock schlagen! Außerdem besteht die Gefahr, dass mein Superhelden-Ehemann schützend vor den Piñata springt und sich einige blaue Flecken holt. Er darf also bleiben und hoffen, dass er nicht eines Tages einer Heißhungerattacke zum Opfer fällt.

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Zum heutigen creadienstag habe ich euch das DIY für den Totoro-Piñata mitgebracht. Es ist ziemlich zeitaufwendig, aber man kann dabei schön mit Kleister rummatschen.

Ihr braucht:

  • Luftballon
  • Zeitungen
  • Kleister und Schale zum Anrühren
  • Pappe
  • Cutter
  • Draht
  • Süßigkeiten
  • graues und weißes Seidenpapier
  • Schere
  • weißes und schwarzes Papier
  • Zahnstocher
  • schwarzer Acryllack
  • Schnur

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  1. Rührt den Kleister laut Packungsanweisung an und zerreist eini paar alte Zeitungen.
  2. Am besten, ihr stellt bzw. legt den aufgeblasenen Luftballon in eine kleine Schale, so rollt er euch nicht ständig weg. Jetzt könnt ihr den Ballon Schicht für Schicht mit Pappmaché überziehen. Die Schicht sollte nicht zu dünn sein, damit die Form gut hält, aber auch nicht zu dick, sonst wird der Totoro ganz schön schwer.
  3. Jetzt kann der Ballon erst mal trocknen. Je nach menge an Kleister und Zeitung dauert das 1-3 Tage, also am besten über Nacht trocknen lassen.totoro_step2
  4. Schneidet aus Pappe grob die Form der Ohren und der Füße aus, mit ca. 1 cm Zugabe am unteren Ende. Diese Zugabe schneidet ihr ein und befestigt Füße und Ohren mit Klebeband am Pappmaché-Ballon.
  5. Die Arme und Nase aus Zeitungspapier Formen. Für die Arme etwas Zeitung eindrehen und für die Nase eine kleine Kugel zusammenknüllen. Beides mit Kleister am Torso befestigen.
  6. Wenn der Ballon trocken ist, schneidet mit dem Cutter hinten ein Viereck aus, das sich aufklappen lässt. Dur diese „Luke“ könnt ihr den Ballon entfernen.
  7. Pikst in das schmalere Ende des Pappmaché-Ballons (was später Totoros Kopf wird) zwei Löcher. Zieht durch die Löcher ein Stück Draht und verknotet es gut im Inneren des Ballons. Dieser Draht wird später als Aufhänger genutzt.totoro_süsses
  8. Und jetzt der beste Teil: Süßigkeiten! Befüllt den Totoro durch die Luke mit möglichst vielen bunten und leckeren Sachen.
  9. Ohren, Nase und Arme ebenfalls mit Pappmaché überziehen. Jetzt könnt ihr mit Kleister und Zeitung auch die Feinheiten am Körper herausarbeiten und Unebenheiten glätten. Die Luke klappt ihr einfach wieder zu und verschließt sie mit einer weiteren Schicht Zeitung.totoro_step3
  10. Nach einer erneuten Trockenphase von ca. einer Nacht ist der Grundkörper fertig.
  11. Schneidet das Seidenpapier in ca. 5cm breite Streifen. Diese Streifen dann im Abstand von ca. 1cm immer wieder einschneiden. Ich habe knapp eine Rolle graues Seidenpapier verwendet. Von dem Weißen reichen 4-5 Streifen aus.
  12. Fangt beim Bekleben am besten mit dem weißen Teil am Bauch an. Geklebt wird immer von unten nach oben, damit das „Fell“ später übereinanderliegt. Schneidet ein Stück weißes Papier zurecht und klebt es knapp unter den Füßen auf. Der nächste Streifen muss etwas größer sein und so angeklebt, dass die eingeschnittenen Teile die Klebefläche von dem unteren Streifen verdecken. So arbeitet ihr weiter, bis der Bauch rund und fertig ist.
  13. Der Körper funktioniert nach demselben Prinzip. Durch die Rundungen müssen die Papierstreifen unterschiedlich lang sein, damit ihr den Winkel auch ändern könnt und keine Falten entstehen. Am besten ihr schneidet die Streifen während des Beklebens in Einzelteile. Das Fell an den Ohren habe ich andersrum geklebt, sodass die Haare abstehen.Kopie von totoro_step4
  14. Wenn der Totoro fertig gekleidet ist, könnt ihr euch an das Gesicht machen. Hierfür schneidet ihr Augen, Nase und die schwarzen Ecken für den Bauch aus Papier aus. Legt euch die Teile ordentlich zurecht, bevor ihr sie mit Bastelkleber aufklebt.
  15. Für die Barthaare malt ihr sechs Zahnstocher schwarz an. Ich habe sie in ein Stück Styropor gesteckt und dann mit Acryllack angepinselt. Stecht für jedes Haar seitlich ein Loch vor und steckt die Zahnstocher hinein.

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Und hier noch einmal der Totoro als Ganzes. Da der Bauch mit Süßigkeiten gefüllt ist, also Gewicht hat, kann er sogar frei stehen. Das ist ziemlich praktisch, weil ich ja beschlossen habe, ihn am Leben zu lassen. So bekommt er einen Platz auf dem Schrank, von wo aus er alles beobachten kann.

Ich bin dabei: lottapeppermints Nerd ’n‘ Geek Love Linkparty

Liebe Grüße und bis bald!

Liska

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28 Kommentare

  1. wow, was für eine tolle Idee *_* Totoro sieht ja wirklich herzallerliebst aus, den würde ich auch nicht schlagen wollen 😀

    Liebst,
    Aileen <3

  2. Ich liebe die Filme vom Studio Ghibli und vor allem Totoro 🙂
    Eine Wunderschöne Idee mit der Pinata und bitte nicht kaputt machen, das wäre viel zu schade 😉

    Danke für das tolle DIY!

    LG
    Stephi

    • Liska sagt

      Nein, nein, er wird nicht kaputt gemacht – allerdings überlege ich schon, wie ich die Süßigkeiten operativ entfernen kann, ohne bleibenden Schaden zu hinterlassen 😉

  3. Das ist ungelogen das Süßeste, was ich seit langer langer Zeit gesehen habe. Und ich freue mich garde über meinen ungewollten Wortwitz^^
    Ich hätte den Süßen auch wirklich nicht mehr schlagen können. Wobei meine bessere Hälfte sich wahrscheinlich leider nicht schützend dazwischen geworfen hätte, der ist nämlich gar kein Ghibli-Fan *schnüff*
    Ich habs in letzter Zeit nicht geschafft zu kommentieren, aber auch deine Beiträge zur Photokina und zum Workshop sind super klasse gewesen und die Eicheln mögen mir auch gefallen. Nichts reicht natürlich an den süßen Totoro heran, der mich mit extravielen Herzchen in den Augen zurücklässt. Hach…
    LG Kerstin

  4. Oh nein, wie süß! Das kann man doch unmöglich kaputt hauen!?! Ich finde die Schnurrhaare ganz besonsers geglückt. Was für eine Wahnsinns-Idee! Du hast es echt drauf, Liska!
    Ganz liebe Grüße von einer begeisterten
    Sonja

  5. So was süßes kann man einfach nicht verkloppen, auch nicht für Süßes. Seit ich entdeckt habe das es so etwas wie Pinatas gibt will ich eine haben, also so seit 30 Jahren. Leider hatte ich noch nie eine. Dank deiner Anleitung könnte ich mir jetzt wenigstens eine selbst klöppeln.
    LG Jennifer

  6. Uiii toll toll toll!!!!
    Den würd ich mir auch einfach so in die Ecke stellen/hängen! Zum kaputt machen ist er doch wirklich viel zu schade 🙁
    Er ist dir absolut richtig toll gelungen 😀
    (so viel toll auf einmal – ohje 😀 )

    Liebe Grüße,
    Svenja

  7. Hallo Lisa,
    wirklich obersüß der Kleine.
    Ihr wart übrigens als Kinder nicht zimperlich, als ich für einen Geburtstag eine Pinata
    gebastelt hatte. Als Untergrund hatte ich eine Waschmitteltrommel genommen und den
    Deckel lose wieder draufgesteckt, sodaß der Susskram unten herausfiel und die Piniata bei weiteren Kindergeburtstagen geräubert werden durfte.

    • Liska sagt

      Hehe, ich kann mich nur an das Zerschlagen erinnern, leider nicht an den Pinata selbst. Damals hatte ich wohl andere Prioritäten – Süßigkeiten!

  8. Einfach wundervoll und ich würde es auch aufbewahren. Mein Mann und ich haben gemeinsam zu unserer Hochzeit ein riesiges Herz gebastelt, um damit die Geldgeschenke zu verstuen. Leider hat es Jahre bei meinen Eltern gestanden und die haben es dann auch irgendwann entsorgt :-(. LG Karin

    • Liska sagt

      Das finde ich aber total schön, dass ihr zusammen gebastelt hat. Mein Mann ist da meist wenig ambitioniert. Ich hoffe, Deine Eltern haben das Herz wenigstens vorher ausgeräumt 😉

  9. Wow, Liska, da hast Du Dir aber eine Wahnsinns-Mühe gemacht! Hat sich richtig gelohnt, unbezahlbar!!!!! Toll!!!!
    LG,
    Moni

  10. Ich liiiebe Piñatas! Wir verkloppen jedes Jahr eine zum Geburstag der Großen. Meine Schwester hat einige Jahre in Mexico gelebt und diese Tradition mitgebracht – die meisten Kids staunen hier Bauklötze, wenn wir damit anfangen 😉
    Aber deinem süßen Tierchen könnte ich glaube ich auch kein Haar krümmen…
    GLG Johanna

  11. Oh wie wunderschön!!! So was Zauberhaftes kann man doch nicht einfach kaputt schlagen! Pinata hin oder her! Das Häschen ist so putzig und da steckt doch so viel Zeit und Liebe drin. Wahnsinn!!!!!!!
    Ganz liebe Grüße… Michaela 🙂

  12. Unglaublich niedlich! <3 Ich liebe Totoro und die Buskatze :3 Eine super Idee daraus ein Pinata zu machen. Letztes Jahr habe ich einen Totorokürbis mit Maisblattohren gemacht. Seine Form eignet sich einfach perfekt für so etwas. Zu süß zum Erschlagen kann ich absolut verstehen^^

    Für deinen tollen Beitrag und kreativen Blog habe ich dich für den "Liebsten Award" nominiert.
    Zum Beitrag gehts hier entlang:
    http://nachtbacken.wordpress.com/2014/10/16/liebster-award/

    Es ist natürlich keine Pflicht mitzumachen, falls Du aber Zeit und Lust hast, würde ich mich freuen!

    Liebe Grüße
    Nachtbäckerin

    • Liska sagt

      Oh, Danke, das ist aber lieb von Dir! Da spring ich gleich mal zu Dir rüber 😉

  13. Wooooww!!!! Der ist ja supersüss geworden! Den würde ich auch nicht kaputt schlagen. Eher einfach aufhängen an einem Ort wo ihn jeder sehen kann! Ganz ganz grosse Klasse 🙂
    Herzliche Grüsse an dich
    Nica

  14. Oh nein, wie unfassbar großartig ist dieser Totoro? *___* Den könnte ich auch niemals schlagen – egal wie toll die beinhalteten Süßigkeiten sind. Der ist einfach zu herzig. ♥
    Die Studio Ghibli-Filme gehören auch ganz eindeutig zu meinen Lieblingen, insbesondere Totoro, Monoke, Das wandelnde Schloss und Chihiros Reise. (Aber alle anderen sind auch toll – ich liebe die ruhige Stimmung in den Filmen und die weiblichen Charaktere sind immer so großartig realistisch und liebenswert.)
    Allerdings fand ich es witzig, dass du Totoro für eine Katze hälst. Für mich war er immer sehr undefinierbar, kam aber einem Waschbären recht nah. Aber da ist bei diesem Waldgeist einfach der Interpretationsspielraum sehr groß, vermute ich. 😀

    LG
    Jen

    • Liska sagt

      Danke, liebe Jen! Du hast schon recht, Totoro wird nie als etwas bestimmtes bezeichnet – für mich war er von Anfang an aber eindeutig Katze. Schließlich kann er ja auch mit dem Katzenbus fahren… Aber jede andere Interpretation akzeptiere ich – ausser Hase! Er ist definintiv kein Hase!

  15. Mensch, die ist echt großartig geworden! 😀
    Besonders toll finde ich den Effekt, den das Crepe-Papier als Fell hat. Der Totoro sieht richtig flauschig aus!

  16. Oh, Gott! Ist der HIMMLISCH! Da kriegt man direkt Karies, so süß ist er! Und er muss DEFINITIV am Leben bleiben! Da tust du richtig dran. Wow. Wie viel Arbeit darin steckt… unglaublich. Ich bin total begeistert und echt schockverliebt!

    Liebste Grüße, Kirstin

    • Liska sagt

      Danke, liebe Kirstin! Ja, ich muss zugeben, ein paar Stunden saß ich da schon dran…
      Aber es macht ja auch Spaß 😉
      Liebe Grüße
      Liska

  17. Anonymous sagt

    Danke schön !
    Ich habe sehr genau ihre Tutoriel gefolgen, und die Ergebnis ist super. Meine erste Piñata sieht toll aus 🙂
    Ich habe sie für mein Sohns Geburtstag gemacht. Er wird sicherlich sich sehr freuen.
    Danke !

    • Liska sagt

      Wie schön! Da wird er sich bestimmt freuen ;-). Ich wünsche euch beiden eine tolle Geburtstagsfeier!
      Liebe Grüße
      Liska

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