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Servierteller mit Puppenteilen

Jeder hat vor etwas besonders Angst. Ich rede jetzt nicht von der Angst zu versagen, Höhenangst oder Klaustrophobie, sondern von der Angst, die einem Gänsehaut verursacht. Bei vielen Leuten sind es Spinnen, manchmal auch Clowns oder Geister. Bei mir waren es viele Jahre lang Puppen. Das ist schon eine Weile her und heute kann ich darüber lachen, aber damals haben mich Künstler- und Bauchrednerpuppen schon fast in einen Schockzustand versetzt. puppenteller9

Schuld waren zum einen das Fernsehen, zum anderen eine Gruselgeschichte, die mir eine Freundin erzählt hat. Ich schätze ich hatte auch einfach eine etwas zu lebhafte Phantasie… Auch wenn ich heute nicht mehr fürchte, dass sich jeder Puppenkopf gleich zu mir drehen könnte, kann ich die Angst von damals immer noch gut nachvollziehen. Deswegen gibt es heute eine Hommage an meine Kinheitsängste: ein DIY vor dem ich früher wahrscheinlich schreiend davongelaufen wäre.

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Im Secondhandshop habe ich für 1€ die Puppe gekauft und wollte eigentlich eine gruselige Lampe aus dem Kopf machen. Da ich aber keine kleine Fassung hatte und jede Ausrede, Süßigkeiten zu kaufen, willkommen ist, habe ich mich umentschieden. Stattdessen gibt es Servierteller für Süßigkeiten. Ich habe Schokorosinen verwendet. Das erinnert ein Bisschen an Erde – Friedhofserde. Natürlich könnt ihr aber auch jede x-belibige Süßigkeit nehmen.

Ich hoffe nur, dass euch der Teller nicht die Lust auf Schnuckelei austreibt 😉    puppenteller10

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Ihr braucht:

  • alte Puppe aus Porzellan
  • Geschirrtuch
  • Hammer
  • Heißklebepistole
  • Teller oder Schale

 

Und so wird’s gemacht:

  1. Zunächst einmal müsst ihr die Puppe auseinandernehmen. Hier hilft eine Schere und ein kleines Bisschen Gewalt.
  2. Packt den Puppenkopf in ein Geschirrtuch ein. Dadurch wird der Schlag etwas gedämpft und die Scherben fliegen nicht überall herum. Da für den Teller das Gesicht gebraucht wird, müssen wir aufpassen, dass ein großer Teil davon heil bleibt. Legt den Kopf dafür seitlich hin und schlagt auf den Hinterkopf. Ist das Gesicht noch zu groß, könnt ihr vorsichtig kleine Teile abschlagen.puppenteller2
  3. Wischt das Gesicht gut ab, damit keine Scherben auf dem Süßigkeitenteller landen! Bei mir gab es keine scharfen Kanten, falls doch, könnt ihr diese noch abschleifen.
  4. Klebt die Puppenteile nun mit Heißkleber auf den Teller. puppenteller3

Und schon ist die Halloweendeko fertig. Wenn ihr Heißkleber verwendet, lassen sich die Puppenteile nach Halloween übrigens auch wieder abnehmen ;-). Aber bitte achtet vor dem Zerschlagen auf den Hersteller der Puppe – es wäre schade, wenn auf meine Empfehlung hin Sammlerstücke ihr Ende finden würden. Und ich hoffe, es ist kein Exemplar dabei, in dem der rachsüchtige Geist eines Verstorbenen steckt, der Vergeltung fürs Kaputtmachen sucht…

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Verlinkt mit Schocktober

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10 Kommentare

  1. Oh, die arme Puppe – habe Spontanmitleid und bin zugleich spontanbegeistert von der Wirkung, die sie hervorbringt. für mich zwar gar nicht so sehr mit Halloween und Grusel verbunden, sondern eher mit der Dekomposition unserer Gesellschaft (ha, was für ein Wort).
    Toll auf jeden Fall. LG. Susanne

    • Liska sagt

      Die Puppe war schon vorher nicht besonders ansehnlich – ohne Haare und so…
      Vielleicht geht es aber auch um die Kompostierung unserer Gesellschaft – schließlich liegt der Kopf in Erde… 😉 Auf jeden Fall bleibt Interpretationsfreiraum!
      Liebe Grüße
      Liska

  2. Hier werden Mädchen-Alp-Träume wahr 😀
    Die arme Püppi… Die Idee ist großartig. Man stelle sich das in einer Bowleschüssel vor 🙂
    Herrlich!

    Gruselige Tage und liebste Grüße sendet dir,
    Sandra

    • Liska sagt

      Oh, das erinnert dann schon fast an das zensierte Stones-Cover mit dem Ziegenkopf in der Suppe. Echt eklig! Und eklig heißt „cool“ (jedenfalls, wenn es um Gruselkram geht).
      Liebe Grüße zurück!
      Liska

  3. Iiii, das ist ja ganz schön gruselig. Ich weiß nicht, ob ich von den Schokolieren essen würde 😉 !
    Liebe Grüße
    Cora

  4. Creepy! Super Deko, echt gruselig. (Aber ich glaub, als ganze Puppe fände ich sie noch grauslicher ;-))) Vom Süßigkeiten naschen würd mich das aber auch nicht abhalten. ;-)))
    Ganz liebe Grüße
    Sonja

  5. Pingback: Das dritte Auge: gruselige Brosche | dekotopia

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